Kategorie: Gustave Courbet

Kategorie: Gustave Courbet

Gustave Courbet war ein französischer Maler und Bildhauer und gilt als Begründer des Realismus als künstlerische Bewegung. Er ist besonders bekannt für Werke wie „Steinmetze“ (1849), „Ein Begräbnis in Ornans“ (1850), „Guten Tag, Herr Courbet“ (1854) und „Der Ursprung der Welt“ (1866). Einer der wichtigsten Schritte Courbets, um mit der konventionellen Kunst zu brechen, bestand darin, alltägliche Themen in Leinwandgrößen zu malen, die traditionell religiösen, mythologischen oder historischen Themen vorbehalten waren, dem sogenannten „Heldenformat“. Gewöhnliche Männer und Frauen wurden nun zu „Helden des modernen Lebens“ erhoben. Dies wurde als vulgär und unangemessen angesehen und löste heftige Reaktionen in der bürgerlichen Öffentlichkeit und der konservativen Presse aus. Aber auch einige Kritiker waren von Courbets Kunst begeistert. Im Jahr 1851 verglich der Kunstkritiker François Sabatier Courbets Eintritt in die zeitgenössische französische Kunstwelt mit „einer Kanonenkugel, die eine Wand durchbricht“. Schon bei Künstlern wie Théodore Géricault, Honoré Daumier und Eugène Delacroix findet man deutliche Spuren politischen und gesellschaftlichen Engagements, doch erst Courbet definierte 1855 in seiner Ausstellung „Pavillon du Réalisme“ die künstlerischen Prinzipien des Realismus. Der Ehrgeiz des Künstlers war Nun soll es sich nicht mehr nur um eine einfache Nachahmung oder Idealisierung handeln, sondern um eine glaubwürdige und neutrale Beobachtung der heutigen Welt.