Kategorie: Ragnhild Beichmann

Kategorie: Ragnhild Beichmann

Ragnhild Beichmann war eine norwegische Porträtmalerin, geboren 1854 und gestorben 1917. Sie war von 1874 bis 1877 Schülerin der Malschule von Knud Bergslien und studierte dann von 1877 bis 1879 bei Carl Gussow in Berlin. Die Lehre bei Gussow hatte großen Einfluss auf Beichmann, und ihre Studien von dort zeigen, dass das realistische Porträt ihre Stärke war. Im Jahr 1880 wurde im Kristiania Kunstforening ein Frauenporträt ausgestellt, das wegen seines wahren Ausdrucks, frei von der Suche nach Effekten, geschätzt wurde. Auf der Herbstausstellung 1883 zeigte sie ein feierliches und fast veristisches Porträt ihrer Mutter. Die Selbstporträts und Porträts ihrer Schwester, mit der sie in Kristiania lebte, zeichnen sich durch ihren direkten, ernsten Stil aus. In den 1870er und 80er Jahren fertigte Beichmann eine Reihe von Porträts an, die von Kristianias Oberschicht in Auftrag gegeben wurden, und 1883 fertigte sie ein Porträt von Kronprinz Gustaf an. Zu ihrem kleinen Schaffen gehören auch einige einfache und gekonnt ausgeführte Stillleben. Aufgrund ihres schlechten Sehvermögens und ihres Gesundheitszustands malte sie nach 1892 nur noch wenig. Beichmanns Arbeiten wurden auf mehreren Kunstausstellungen ausgestellt, darunter auf der Herbstausstellung 1883 und 1887 sowie auf der Industrie- und Kunstausstellung 1883. Sie fertigte auch ein Porträt von Kronprinz Gustaf an, das sich in der Osloer Militärgesellschaft befindet. Ragnhild Beichmann war die Tochter von Sigrid Christine Moe und Peter Sofus Marius Elias Beichmann, einem Generalleutnant.