Kategorie: Johan Christian Dahl

Kategorie: Johan Christian Dahl

Johan Christian Clausen Dahl war ein norwegischer Maler und bildender Künstler, geboren am 24. Februar 1788 und gestorben am 14. Oktober 1857. Er gilt als Begründer der nationalen norwegischen Malkunst und war der erste große Interpret der norwegischen Natur und der bedeutendste norwegische Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts. Ab 1824 war er Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden, doch während er in Deutschland lebte, reiste er zwischen 1826 und 1850 fünfmal nach Norwegen. Zu seinen berühmten Gemälden zählen „From Stalheim“ aus dem Jahr 1842 und „Bjerk i Storm“ aus dem Jahr 1842 1849. Er war auch ein Pionier im norwegischen Kulturerbeschutz und Initiator der Gründung des Vereins zur Erhaltung norwegischer historischer Denkmäler. Er machte auf die Bedeutung der von Verfall und Abriss bedrohten Stabkirchen aufmerksam. Er kaufte 1840 die Stabkirche Vang auf einer Auktion, um sie zu retten und im Slottsparken in Christiania wieder aufzubauen, was jedoch nicht möglich war. Später überließ er die Kirche dem preußischen Kronprinzen, dem späteren König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, der sie in das Riesengebirge in Schlesien transportieren und in der Stadt Brückenberg, dem heutigen Karpacz-Bierutowice in Polen, wieder aufbauen ließ. Seine erste Ausbildung als Handwerks- und Dekorationsmaler erhielt Dahl 1803–1809 bei Johan Georg Müller. Aus diesen Lehren stammen zahlreiche Türstücke mit Stadtprospekten, Landschaften und Figurenszenen. 1811 wurde er Schüler von Christian August Lorentzen an der Akademie in Kopenhagen. Die Studienreise nach Seeland und Møn im Jahr 1814 lieferte ihm Motive für eine Reihe frischer und einstudierter Bilder, die seinen eigentlichen Durchbruch als Landschaftsmaler markieren. Er ließ sich 1818 in Dresden nieder, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Dahl war auch im norwegischen Kulturleben aktiv und war bestrebt, Kunstvereine zu gründen und unterstützte die neu gegründete Universität in Christiania.