Kategorie: Hanna Pauli

Kategorie: Hanna Pauli

Hanna Pauli war eine schwedische Künstlerin, die am 13. Januar 1864 in Stockholm als Hirsch geboren wurde und am 29. Dezember 1940 in Solna starb. Sie studierte zunächst an der Akademie der Schönen Künste in Stockholm und später in Paris. 1887 heiratete sie den Künstler Georg Pauli, der ebenfalls Maler, Zeichner, Bildhauer, Radierer und Schriftsteller war. Nachdem sie Kinder bekommen hatte, widmete sie viel Zeit ihrer Familie und ihr Zuhause wurde zum Treffpunkt für viele kulturelle Persönlichkeiten der Zeit. Hanna Pauli malte vor allem intime Innenräume und psychologisch eindringliche Porträts. Sie nimmt einen besonderen Platz in der schwedischen Kunstgeschichte ein und ist für einige fein abgestimmte Gruppenporträts bekannt, wie zum Beispiel „Vännerna“ mit Ellen Key. Dieses Gemälde zeigt Key, wie er seinen engsten Freunden im Schein einer Petroleumlampe aus einem Buch vorliest. Das Gemälde entstand zwischen 1900 und 1907. Weitere herausragende Werke sind Porträts von Venny Soldan (1887), Verner von Heidenstam (1893) und ein Porträt ihres Mannes Georg. 1905 bauten Hanna und Georg Pauli die von Albin Brag entworfene Villa Pauli in Storängen in Nacka. Jeder von ihnen hatte dort sein eigenes Atelier und lebte und arbeitete dort für den Rest seines Lebens. Hanna Pauli hat in Fruängen im Südwesten Stockholms eine Straße nach ihr benannt. Viele Straßen in der Gegend wurden nach farbenfrohen Frauen benannt, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aktiv waren. Gemeinsam mit ihrem Mann schenkte Hanna Pauli bedeutende Kunstwerke dem Jönköpings Länsmuseum. Sie ist in der Nationalgalerie in Oslo mit dem Märchenmotiv „Die Prinzessin“ vertreten, außerdem ist sie im Nationalmuseum und in der Bonnierska-Porträtsammlung in Stockholm vertreten.