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Anders Zorn

Im Archipel

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Ein frischer, warmer Sommerwind scheint durch das Bild zu wehen. So gelingt es Anders Zorn unmittelbar und spontan, mit breiten, schnellen Pinselstrichen das Spiel des Lichts auf Haut, Wasser und Stein einzufangen.

Auf einer Klippe hoch über dem Wasser steht eine nackte Frau. Zorn porträtiert sie nicht in typischer Nacktpose, sondern völlig unverfroren und natürlich. Ohne Scham lässt sie ihren nackten Körper von der starken Sonne wärmen, während ihr Blick in die Ferne blickt. Durch den hohen Betrachtungspunkt wird die Figur nahezu vollständig von der Wasseroberfläche umrahmt und die glitzernde Wellenstruktur des Wassers scheint konzentrisch um den Körper der Frau zu liegen. Diese harmonische Einheit von Körper und Landschaft bricht dennoch mit dem schamlosen Frauenideal der Zeit.

Gegen Ende der 1880er Jahre reisten Zorn und andere skandinavische Künstler weit weg von den Großstädten, aus denen sie kamen, an Orte, an denen das Leben im Einklang mit der Natur lebte. Seinen Lieblingsplatz fand Zorn auf der Insel Dalarö am anderen Ende des Stockholmer Schärengartens, wo er ab 1888 eine Reihe badender Menschen malte. Das Ergebnis waren Gemälde voller Licht und Sommer. Er bereitete diese Gemälde oft mit Fotografien, Skizzen und Aquarellen vor.

Obwohl der schwedische Titel des Bildes, „Meeresnymphe“, und das auffallend lange Haar der Frau auf eine mythische Figur verweisen, schafft Zorn hier eine eigenständige nordisch-impressionistische Antwort auf die arkadischen Badeszenen, die wir bei Cézanne, Renoir und mehreren anderen Malern finden. Zu seiner Zeit war Zorn der bedeutendste Impressionist unter den skandinavischen Künstlern.

Text: Nils Ohlsen

Datum: 1894
Andere Titel: Sea Nymph (SWE)
In the Skerries (ENG)
Bezeichnung: Malerei
Material und Technik: Öl auf Leinwand
Technik: Öl
Material: Leinwand
Abmessungen: 125,7 x 91 cm
Thema: Bildende Kunst
Klassifizierung: 532 – Bildende Kunst
Motivart: Aktlandschaft
Erwerb: 1895 erworben
Inventar-Nr.: NG.M.00462
Teil der Ausstellung: Der Tanz des Lebens. Die Sammlung von der Antike bis 1950, 2011 – 2019
Vernunft und Gefühle. Nordische Malerei und Skulptur aus den Sammlungen, 2009
Registrierungsebene: Einzelobjekt
Eigentümer und Sammlung: The National Museum of Art, Architecture and Design, Visual Art Collections
Foto: Børre Høstland/Larsen, Frode

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Anders Zorn

Anders Zorn war ein schwedischer Künstler, der als Maler, Grafiker und Bildhauer arbeitete. Er wollte zunächst Bildhauer werden, wechselte aber schnell zur Aquarellmalerei, als er zwischen 1875 und 1881 an der Kunstakademie in Stockholm studierte. Auf Reisen in südlichere Regionen in den 1880er Jahren schuf er eine Reihe von Aquarellen, die von Licht und Licht erfüllt waren Tapferkeit (Sigøynersmie 1885 und Im Hafen von Algier 1887). Er malte auch viele Motive aus seiner Heimat, manchmal mit realistischen Details (Unser tägliches Brot im Jahr 1886), manchmal mit einem Schwerpunkt auf Lichteffekten und Reflexionen (Bølgeskvulp im Jahr 1887).

1887 begann er mit Ölfarben zu malen. Zorns starke Verbundenheit mit seiner Heimatstadt und sein Interesse an populären kulturellen Werten kommen in Gemälden wie „Kirchenprozession in Mora“ und „Brotbacken“ von 1889 zum Ausdruck, insbesondere in „Mittsommertanz“ von 1897, das mit breitem, impressionistischem Pinsel gemalt ist. Ein Sommeraufenthalt in Dalarö im Stockholmer Archipel im Jahr 1887 führte ihn in seinen beliebtesten Themenkreis ein: blonde, leuchtende weibliche Akte vor einem Hintergrund aus frischem Gras, glitzerndem Meer und roten und grauen Felsen (Sommer 1887, Une première und Ute 1888, Im Archipel (Nationalmuseum) und Frileuse im Jahr 1894). Zorn war auch ein talentierter Porträtmaler mit der Fähigkeit, charakteristische Situationen oder Bewegungen einzufangen (Coquelin Cadet im Jahr 1889 und En skål i Idun im Jahr 1892), und er erlangte bald internationalen Ruhm und wurde mit Aufträgen überschüttet. Er hatte viele Bewunderer in den Vereinigten Staaten, darunter Isabella Stewart Gardner, die er 1894 porträtierte.

Zorns Radierungen, die oft Motive seiner Gemälde aufgreifen, sind technisch herausragend, und unter seinen Skulpturen steht Nymfe og faun (1895) vielleicht an erster Stelle. In Mora steht seine Statue von Gustav Vasa (1903) und vor der Kunstakademie in Stockholm steht seine Brunnenfigur Morgenbad (1907). Zorns brennendes Interesse an seiner Heimatstadt und seinem kulturellen Erbe kommt in seiner umfangreichen Sammeltätigkeit zum Ausdruck, die die Grundlage des Zorn-Museums in Mora (eröffnet 1939) bildet. Er war auch Mesén und gründete 1907 unter anderem ein Community College in Mora. Seine autobiografischen Notizen wurden 1982 veröffentlicht.