Kategorie: Thorvald Erichsen

Kategorie: Thorvald Erichsen

Thorvald Erichsen (1868–1939) war ein norwegischer bildender Künstler und Maler, der als eine der bedeutendsten Figuren in der Erneuerung der norwegischen modernen Malerei um die Wende des 20. Jahrhunderts gilt. Er entwickelte seine eigene Farbpoesie und seinen eigenen Malstil und gilt als einer der größten Koloristen Norwegens. Erichsen stammte aus einem bürgerlichen Elternhaus und interessierte sich schon früh für die Berge und das Leben im Freien. Er begann 1886 ein Jurastudium in Kristiania, entschied sich aber schließlich für eine künstlerische Laufbahn. Er wurde Schüler der Königlichen Zeichenschule und der Malschule von Knud Bergslien und knüpfte später Kontakte zum Lysaker-Kreis. Erichsen suchte Impulse außerhalb Norwegens und blieb als Schüler der Malschule von Kristian Zahrtmann in Kopenhagen. Hier lernte er inspirierende Künstler wie Pierre Bonnard, Paul Cézanne und Paul Gauguin kennen und entwickelte nach und nach eine freiere und hellere Farbpalette. Der Durchbruch gelang Erichsen mit dem Gemälde „Fra Kviteseid i Telemark“ im Jahr 1900, das als endgültiger Bruch mit dem Naturalismus des 19. Jahrhunderts in der norwegischen Kunst gilt. Charakteristisch für Erichsens Werke sind Landschaftsdarstellungen, Figurenkompositionen und intime Innenraumausschnitte mit Blumen und offenen Fenstern. Im 20. Jahrhundert beschäftigte er sich fast ausschließlich mit der Landschaftsmalerei, in der sich die Motive auflösen und den Reflexionen und Brechungen des Lichts unterliegen. Erichsen verbrachte viele Jahre im Breiseth Hotel in Lillehammer, wo er für verschiedene Tage und Jahreszeiten das gleiche Motiv malte. Die Vision war, dass das Bild von selbst aufleuchten sollte, anstatt ein beleuchtetes Motiv zu sein. Thorvald Erichsen gilt als einer der bedeutendsten Künstler Norwegens und seine Kunstwerke werden immer noch hoch geschätzt und bewundert.